Martin Luther stirbt

Eisleben am 18. Februar 1546


Sächsisches Realienbuch von 1920, Seite 72
Im Jahre 1546 reiste Luther auf Einladung des Grafen
Mansfeld nach Eisleben. Er sollte aber Wittenberg nicht wiedersehen. In Eisleben,
wo dieser Gottesheld geboren war, sollte er auch sterben. Schon auf der Hinreise
wurde er krank, und in Eisleben verschlimmerte sich die Krankheit. Bald befiel ihn
eine heftige Beklemmung und warf ihn aufs Krankenbett. Kurz vor seinem Ende
rief er dreimal hastig hintereinander: „Vater, in deine Hände befehle ich meinen
Geist. Du hast mich erlöst, du treuer Gott.“ Dann rief ihm sein Freund Dr. Jonas
Laut ins Ohr: „Ehrwürdiger Vater, wollt Ihr auf Christum und die Lehre, die Ihr
Gepredigt habt, beständig bleiben?“ Luther antwortete deutlich hörbar: „Ja!“,
wandte sich auf die rechte Seite und entschlief. Seine Leiche wurde nach Witten-
berg gebracht und dort in derselben Kirche beigesetzt, an deren Tür er einst die 95
Sätze geschlagen hatte.

aus: "Sächsisches Realienbuch", 1920, Seite 72 (Rechtschreibung aktualisiert)

´SuperIllu´ Nr. 44 von 2016, Seite 14
aus: "SuperIllu" Nr. 44 von 2016, Seite 14

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