Die Schlacht bei Dresden

am 26. und 27. August 1813


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Nahe bei Räcknitz, im Osten, steht Moreau´s Denkmal. In der Dresdner Schlacht am 27. August 1813 bemerkte Moreau, dass die Franzosen den linken Flügel der Österreicher umgingen. Er eilte zum Kaiser Alexander, der auf der Zschertnitzer Höhe hinter einer preußischen Batterie hielt, und stürzte hier von einer Kanonenkugel, die ihm der Feind aus einem Hohlwege zuschickte, an beiden Beinen zerschmettert, mit dem Pferd zusammen. Fürst Reppnin ließ dem nachmals zu Laun in Böhmen am 2. September Verstorbenen das mit Bäumen umpflanzte Denkmal setzen, unter welchem die abgelösten Beine Moreaus begraben liegen, als auf der Stelle, wo er sie verlor. Den übrigen Körper begrub man am 4. November 1814 zu Petersburg.



aus: "Sachsens Kirchen-Galerie", 1837, Erster Band, Seiten 75 und 76

Moreau-Denkmal, Ansicht von hinten

Moreau-Denkmal, Ansicht von vorn

Der französische General Jean Victor Moreau (1761 - 1813) hatte sich von Napoleon (1769 – 1821) wegen dessen politischen Abenteuern abgewandt und war 1804 nach Amerika ausgewandert.

Der russische Zar Alexander I. (1777 - 1825) bewog ihn im Juli 1813 zur Rückkehr nach Europa und ernannte ihn zu seinem General-Adjutanten.
Während der Schlacht bei Dresden beobachteten Zar Alexander I. und König Friedrich Wilhelm III. von Preußen (1770 - 1840) in der Mittagszeit des zweiten Tages der Schlacht das Geschehen von den Räcknitzer Höhen aus. Wegen des regnerischen Wetters und der schlechten Sicht ritten sie sehr nah an das Schlachtfeld ran. Dabei traf eine Kanonenkugel den bei ihnen stehenden Moreau und zerschmetterte ihm ein Bein. Das ebenfalls getroffene Pferd stürzte zu Boden und zerquetschte ihm auch noch das andere Bein. Im russischen Hauptquartier auf Schloss Nöthnitz mussten ihm beide Beine amputiert werden. Trotzdem erlag Moreau am 2. September seinen schweren Verletzungen.

Zar Alexander I. war fest davon überzeugt, dass die Kugel ihm galt und Moreau sein Lebensretter sei. Deshalb veranlasste er, dass Moreaus Leichnam am 14. Oktober in St. Petersburg beigesetzt wurde. Die amputierten Beine Moreaus konnten im Garten von Schloss Nöthnitz wegen ihrer zivilen Bekleidung unter den zahlreichen Beinen anderer verwundeter Uniformierter erkannt, geborgen und schließlich am 4. November 1814 durch den damals in Sachsen regierenden Generalgouverneur Fürst Nikolai Repnin-Wolkonski (1778 - 1845) in einer Urne unter dem Denkmal beerdigt werden.
Drei Eichen, die die drei verbündeten Armeen Russlands, Preußens und Österreichs symbolisieren, wurden um das Denkmal gepflanzt.

Inschrift auf dem Moreau-Denkmal

Das Moreau-Denkmal in Räcknitz, etwa 100 m unterhalb der Bismarck-Säule, die im Hintergrund des Bildes links zu sehen ist.

Gedenkstein auf dem Dorfplatz von Alt-Mockritz
Gedenkstein auf dem Dorfplatz von Alt-Mockritz mit der Inschrift "Schlacht bei Dresden 1813 - Zum Gedenken an das baschkirische Volk, dessen Söhne im russischen Heer der antinapoleonischen Koalition dienten." in deutscher, baschkirischer und russischer Sprache.
Gedenktafel für die gefallenen Baschkiren

Gedenkstein in Kaitz
Gedenktafel in Kaitz
Denkmal in Kaitz: Der dunkle Stein links neben dem Denkmal trägt die Inschrift "1813", der Stein rechts "1913".

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