Das Stinnes-Legien-Abkommen

15. November 1918


Volker Ullrich: Die Revolution von 1918/19, 2009, Seite 54
Quelle: Volker Ullrich: Die Revolution von 1918/19, 2009, Seite 54

Hugo Stinnes (1870 - 1924) und Carl Friedrich von Siemens vertraten die Arbeitgeber, Carl Legien (1861 - 1920) war einer der Gewerkschaftsführer.
Vereinbart wurde u. a. der 8-Stunden-Arbeitstag, um den die Gewerkschaften seit Jahrzehnten gekämpft hatten. Dafür sagten die Gewerkschaften den Verzicht auf "wilde Streiks" und die Aufrechterhaltung der Produktion zu. Das Abkommen war also gegen die Revolution und die sozialistische Räterepublik, es bewahrte die Industriellen vor einer drohenden Enteignung.

Hugo Stinnes (1870 - 1924) war ein deutscher Großindustrieller und Politiker. Während der Inflationszeit vergrößerte er durch aggressive Fremdfinanzierung seinen Besitz auf über 4.500 Betriebe.

Carl Friedrich von Siemens (1872 - 1941) war ein deutscher Großindustrieller und Politiker. Als Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) war er Abgeordneter im Deutschen Reichstag.

Carl Legien (1861 - 1920) war ein deutscher Gewerkschaftsfunktionär und langjähriger Reichstagsabgeordneter.


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