In Annaberg erschießen Nazis einen SPD-Mann am 1.2.1933
Die SPD-Zeitung "Dresdner Volkszeitung" berichtet am 3. Februar 1933.

Reichsbannermann von Nazis ermordet

Annaberg, 2. Februar. Am Mittwoch abend gegen 12:30 Uhr kam der Reichsbannermann Illing aus dem Volkshaus und bemerkte, dass mehrere Nazis die ganz in der Nähe des Volkshauses aufgehängten Plakate herunterreißen wollten. Er ging nochmals in das Volkshaus zurück, um dies einigen dort verbliebenen Kameraden zu sagen, worauf zwei mit ihm herausgingen. Noch ehe er an die Nazis herangekommen war, krachten drei Schüsse, von denen der erste, ein Bauchschuss, ihn so schwer verletzte, dass er ins Annaberger Bezirkskrankenhaus gebracht werden musste, wo er gestorben ist. Auf der Straße wurden drei Patronenhülsen gefunden. Die Täter konnten nicht ermittelt werden.
Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold (kurz: Reichsbanner) war eine 1924 gegründete Schutzorganisation der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) zum Schutz der Weimarer Republik.

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