Titelblatt des ´Der Freiheitskampf´ am 16. März 1933

Die Potempaer Verurteilten
auf freiem Fuß

Gleiwitz, 15. März

Auf Grund des Erlasses der Kommissare
des Reiches für Preußen, wonach Straftaten
beschleunigt nachgeprüft werden sollen, die
im Kampf um die nationale Er-
hebung des deutschen Volkes be-
gangen wurden, sind, wie wir zuverlässig er-
fahren, die im August vorigen Jahres vom
Beuthener Sondergericht verurteilten Po-
tempaer Täter Parteigenossen Kottisch, Lachmann,
Hoppe, Wolnitza, Müller und
Gräupner auf freien Fuß gesetzt
worden.



Die amtliche Tageszeitung der NSDAP im Gau Sachsen "Der Freiheitskampf" berichtet am 16. März 1933 von der vorzeitigen Entlassung der im August 1932 zum Tode verurteilten Mörder.
Die im August vorigen Jahres zum Tode verurteilten Mörder von Potemba werden am 23. März 1933 vorzeitig aus der Haft entlassen.

Der Mord von Potemba am 10. August 1932

Paul Klube: Der Fall Potemba, Seite 279
Paul Klube: Der Fall Potemba, Seiten 286 und 287
Paul Klube: Der Fall Potemba, Seiten 283
Paul Klube: Der Fall Potemba, Seiten 284




Quelle: Paul Klube: Der Fall Potemba.
In: Vierteljahreshefte für Zeitgeschichte,
Jahrgang 5 (1957), Heft 3 (Juli),
Deutsche Verlags-Anstalt GmbH, Stuttgart.
URL: http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1957_3.pdf










Aufgrund des durch die Nationalsozialisten entfachten großen politischen Drucks wandelte Reichspräsident Paul von Hindenburg (1847 - 1934) am 2. September 1932 die Todesstrafe in lebenslängliche Haft um.

Nach der Machtergreifung der Nazis wurden alle am Mord Beteiligten als „Vorkämpfer der nationalen Erhebung“ amnestiert und am 23. März 1933 freigelassen.

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