Handlungsbereich F

Der Kaufvertrag

Spruch auf dem Stein am Eingang von Karl´s Erlebnishof
Stein vor Karl´s Erlebnishof in Rövershagen bei Rostock

Nach deutschem Schuldrecht handelt es sich bei einem Kaufvertrag um einen gesetzlich normierten Vertrag zwischen Käufer und Verkäufer. Darin bekunden beide Parteien ihren Willen zum Vertragsabschluss. Der Verkäufer garantiert die Übereignung einer Kaufsache an den Käufer sowie die Lieferung. Der Käufer steht im Gegenzug in der Pflicht, die Kaufsache abzunehmen und den ausgemachten Preis dafür fristgerecht zu zahlen. Der Kaufvertrag ist im Rechtsleben das häufigste Umsatzgeschäft und fester Bestandteil eines seriösen Geschäftes. Doch bevor es dazu kommt, muss zunächst ein Kunde gewonnen werden, der Interesse am angebotenen Produkt hat. Dafür muss er zunächst über dessen Existenz in Kenntnis gesetzt und anschließend von dessen Qualitäten überzeugt werden. Das kann auf verschiedenen Wegen geschehen. Am gängigsten ist Werbung in Digital- und Printmedien, z. B. Fernseh-, Radio-, Plakat- oder Flyer-Werbung. In letzter Zeit hat Social Media einen großen Stellenwert in der Werbebranche eingenommen. Unternehmen stecken viel Mühe in ihren Internetauftritt und sind auf Facebook, Twitter usw. vertreten. Unternehmen pflegen den Kontakt zu ihren Kunden auf unterschiedliche Art und Weise. So treten sie u. a. während Messen, Seminaren oder Workshops mit ihnen in Kontakt und stellen neue Produkte oder Dienstleistungen vor oder beraten Interessenten. Für die erste Kontaktaufnahme kann es sinnvoll sein, wenn der Verkäufer Präsentationsmappen als Werbeträger nutzt. Solche können kostengünstig ab einer bestimmten Stückzahl bei Anbietern wie Schlender bestellt werden, auf Wunsch auch individualisiert. Mit ihrer Hilfe bekommt der Kunde erste Eindrücke über die Angebote und einen Überblick. Visitenkarten sind oftmals das Aushängeschild eines Verkäufers, weshalb diese sorgfältig gestaltet werden sollten. Entscheidet sich der Kunde erst später zum Kauf, weiß er so, wie er den Verkäufer erreichen kann und ein Geschäft zustande kommt. Im Kaufvertrag kann eine Garantie festgehalten werden, sodass der Käufer abgesichert ist, falls das von ihm gekaufte Produkt innerhalb einer festgelegten Zeit ohne Fremdeinwirkung kaputt geht oder Mängel aufweist.


Kunde: „Was kostet die Angel?“ – Verkäufer: „19,99 €“ – Kunde: „Das ist aber günstig. Wo ist der Haken?“ – Verkäufer: „Es gibt keinen Haken.“

Der Verkäufer zum Lehrling: „Ich schätze es zwar, wenn du schnell bei der Arbeit bist. Aber die letzte Schaufensterpuppe, die du ausgezogen hast, war unsere Chefin ...“

Ein junger Mann bewirbt sich in einem Kaufhaus als Verkäufer. Der Chef: „Haben Sie Erfahrungen als Verkäufer?“ – „Nein. Aber ich werde das schon schaffen.“ – Der Chef findet den selbstbewussten Mann sympathisch und stellt ihn ein. – Nach dem ersten Arbeitstag kommt der Chef zu ihm: „Wie viele Kunden hatten Sie heute?“ – „Einen.“ – Der Chef runzelt die Stirn: „Nur einen? Unsere Verkäufer machen im Schnitt 30 Verkäufe pro Tag! Wie hoch war denn die Verkaufssumme?“ – „210.325 Euro und 65 Cent.“ – Der Chef staunt: „Was haben Sie denn verkauft?“ – „Zuerst habe ich dem Mann einen kleinen Angelhaken verkauft, dann habe ich ihm einen mittleren Angelhaken verkauft. Dann verkaufte ich ihm einen noch größeren Angelhaken und schließlich verkaufte ich ihm eine neue Angelrute. Dann fragte ich, wo er denn Angeln wolle. Er sagte ´An die Küste´. Also sagte ich ihm, er würde ein Boot brauchen. Wir gingen in die Bootsabteilung und ich verkaufte ihm eine zweimotorige Seawind. Er bezweifelte, dass sein Honda Civic das Boot ziehen könnte. Also ging ich mit ihm in die Autoabteilung und verkaufte ihm einen Pajero mit Allradantrieb.“ – Der Chef: „Sie wollen damit sagen, ein Mann kam zu Ihnen, um einen Angelhaken zu kaufen, und Sie haben ihm mehrere Haken, eine Angelrute, ein Boot und einen Geländewagen verkauft?!“ – „Nein, nein. Er kam her und wollte eine Packung Tampons für seine Frau kaufen. Also sagte ich ihm: ´Nun, da Ihr Wochenende sowieso langweilig ist, könnten Sie auch Angeln fahren.´“

Ein Automechaniker kommt bei Petrus an: „Petrus, warum bin ich schon hier. Ich bin doch erst 45?“ – Petrus schaut in seine Unterlagen: „Nach den Stunden, die du deinen Kunden berechnet hast, musst du schon 94 sein!“

Der Gläsermeister zum Kunden: „Nehmen Sie die Fensterscheibe so mit oder soll ich sie Ihnen einschlagen?“

Ein Mann in abgeranzten Arbeitsklamotten betritt eine Bank und wendet sich an eine Beraterin. Die nett aussehende Dame schenkt dem Kunden einen arroganten Blick: „Guten Tag, was kann ich für Sie tun?“ – Er: „Ich will ein Scheiß-Konto eröffnen.“ – Sie: „Wie bitte?! Ich glaube, ich habe Sie nicht richtig verstanden!“ – Er: „Was gibt es da nicht zu verstehen. Ich will in Ihrer Drecksbank ein blödes Konto eröffnen.“ – Sie: „Entschuldigen Sie bitte. Sie sollten wirklich nicht in so einem Ton mit mir reden.“ – Er: „Hör zu, Puppe. Ich will nicht mit dir reden, ich will ein beschissenes Konto eröffnen.“ – Sie: „Das ist genug, ich hole den Manager!“ Sie rennt weg. Im Hintergrund sieht man die Beraterin mit einem gelackten Schlipsträger sprechen, der daraufhin den ganzen Stolz der 100jährigen Geschichte des Bankhauses in seine Körperhaltung pumpt und gemessenen Schrittes zum Schalter schreitet: „Guten Tag, der Herr. Was gibt es denn hier für ein Problem?“ – Der Kunde: „Ich habe im Lotto 20 Millionen gewonnen und will dafür hier ein Konto ...“ – Manager: „Und diese blöde Kuh macht Schwierigkeiten?“

1         Die rechtlichen Grundlagen für das Wirtschaftssystem
1.1      Die Rechtsnormen und die Rechtsordnung
1.2      Die Voraussetzungen für den Abschluss von Rechtsgeschäften
1.2.1   Die Rechtssubjekte und die Rechtsobjekte
1.2.2   Die Rechtsfähigkeit
1.2.3   Die Geschäftsfähigkeit
1.2.4   Das Eigentum und der Besitz
1.3      Das Zustandekommen von Rechtsgeschäften
1.3.1   Die Willenserklärungen
1.3.2   Die Arten von Rechtsgeschäften
1.3.3   Die Formvorschriften für Rechtsgeschäfte
1.3.4   Die Nichtigkeit von Rechtsgeschäften
1.3.5   Die Anfechtbarkeit von Rechtsgeschäften
1.4      Die Vertragsarten
1.4.1   Die Überlassungsverträge
1.4.2   Die Betätigungsverträge
1.4.3   weitere Verträge

                Rätsel 1
                Leistungskontrolle 1 zum Handlungsbereich F

2         Der Kaufvertrag
2.1      Die Anfrage
2.2      Das Angebot
2.3      Die Bestellung
2.4      Die Auftragsbestätigung
2.5      Der Abschluss eines Kaufvertrages
2.6      Das Erstellen einer Rechnung
2.7      Die Arten von Kaufverträgen
2.8      Die Störungen beim Erfüllen eines Kaufvertrages
2.8.1   Der Sachmangel
2.8.2   Der Lieferungsverzug
2.8.3   Der Zahlungsverzug
3         Die Kalkulation
3.1      Das Kalkulationsschema - die Vorwärtskalkulation
3.2      Das Kalkulationsschema - die Rückwärtskalkulation
3.3      Das Kalkulationsschema - die Differenzkalkulation

                Rätsel 2
                Leistungskontrolle 2 zum Handlungsbereich F

4         Die Kundenarten
4.1      Die Körpersprache
4.2      Die Kundentypen
4.3      Die Verhaltensregeln für den Verkäufer

                Rätsel 3
                Leistungskontrolle 3 zum Handlungsbereich F

Handlungsbereich       A       B       C       D       E       F       G       H       I