Die Wurzener Fehde

Wurzen, vom 21. März bis 12. April 1542


Auf Befehl des sächsischen Kurfürsten Johann Friedrich I. von Sachsen besetzten Soldaten die Stadt Wurzen, um Geld für den Krieg gegen die Türken (die Türkensteuer) einzutreiben. Damit griff der Kurfürst in die Befugnis des Stifts Wurzen ein. Der machtbewusste Herzog Moritz nahm für Wurzen Partei und rückte mit Soldaten an. Es drohte ein blutiger Kampf.
Dank der Vermittlung von Martin Luther (1483 – 1546) und des hessischen Landgrafen Philipp I. (1504 – 1567, auch: Philipp der Großmütige) beruhigten sich die beiden Streithähne und alle Soldaten kehrten unverletzt nach Hause. Weil die Soldaten auf ihrem Heimmarsch mit dem in der Wurzener Gegend üblichen Gebäck, den Osterfladen, beköstigt wurden, entstand die Bezeichnung "Fladenkrieg".


aus: ´Reise in die Geschichte´, Seite 129
aus: "Reise in die Geschichte – Sachsen", 1992, Seite 129
aus: Günter Naumann: Geschichte in Daten - Sachsen, 2003, Seite 99
aus: Günter Naumann: Geschichte in Daten - Sachsen, 2003, Seite 99


Johann Friedrich I. von Sachsen (1503 – 1554, auch: Friedrich der Großmütige) war von 1532 bis 1547 Kurfürst von Sachsen. Nach dem Verlust der Kurwürde blieb er bis zu seinem Tod Herzog.

Der Herzog Moritz von Sachsen (1521 – 1553) übernahm 1547 die Kurwürde von Johann Friedrich I. von Sachsen.