Grumbacher Händel

Gotha, am 14. April 1567


aus: ´Reise in die Geschichte´, Seite 9
aus: "Reise in die Geschichte – Sachsen", 1992, Seite 9

Gegen den fränkischen Reichsritter Wilhelm von Grumbach (1503 – 1567) war am 6. November 1563 durch den Kaiser Maximilian II. (1527 – 1576) die Reichsacht ausgesprochen worden, weil er an der Ermordung des Würzburger Fürstbischofs Melchior Zobel von Giebelstadt (1505 – 1558), mit dem er im Streit lag, in Auftrag gegeben zu haben schien und am 4. Oktober 1563 die Stadt Würzburg überfallen und geplündert hatte.
Nach dem Fall der Stadt Gotha am 14. April 1567 wurden ihm und seinen Helfern sofort der Prozess gemacht. Am 18. April 1567 wurden alle auf dem Marktplatz von Gotha gevierteilt.

Herzog Johann Friedrich II. der Mittlere (1529 – 1595) bot Wilhelm von Grumbach (1503 – 1567) Unterschlupf. Deshalb wurde auch gegen ihn die Reichsacht ausgesprochen. Nach der Einnahme der Stadt Gotha am 14. April 1567 durch Truppen des Kurfürsten August von Sachsen (1526 – 1586) wurde der Herzog gefangen genommen. Er blieb bis zu seinem Tod – also 22 Jahre lang – in Gefangenschaft.

Kurfürst August von Sachsen (1526 – 1586) war ein erbitterter Feind des Herzogs Johann Friedrich II. der Mittlere (1529 – 1595).

Maximilian II. (1527 – 1576) war von 1564 bis zu seinem Tod Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.