Nikolaus Krell wird hingerichtet

Dresden am 9. Oktober 1601


Der Königstein und seine Gefangenen, Seite 23
Der Königstein und seine Gefangenen, Seite 24
Quelle: Gunter Pirntke: Der Königstein und seine Gefangenen, 2014, Seiten 23 und 24 (gekürzt)

Der Königstein und seine Gefangenen, Seite 32
Der Königstein und seine Gefangenen, Seite 33

Quelle: Gunter Pirntke: Der Königstein und seine Gefangenen, 2014, Seiten 32 und 33 (gekürzt)

Krell-Stein auf dem Jüdenhof in Dresden
der Krell-Stein auf dem Jüdenhof in Dresden
Nikolaus Krell (1550 – 1601) genoss seine Ausbildung an der Fürstenschule in Grimma, studierte in Leipzig Rechtswissen- schaft und promovierte.
Kurfürst August von Sachsen (1526 – 1586) berief ihn 1580 als Hofrat. Nach dem Tod des Kurfürsten im Jahr 1586 wurde sein Sohn Kurfürst Christian I. von Sachsen (1560 – 1591). Dieser berief ihn 1589 als Kanzler.
Als überzeugter Calvinist versuchte Krell, die Lutherische Orthodoxie in Sachsen zurückzudrängen und Sachsen an Frankreich, England und die protestantischen deutschen Fürsten anzunähern.
Nach dem Tod des Kurfürsten im Jahr 1591 änderte sich Krells Situation dramatisch, denn seine Gegner - die Lutherische Orthodoxie und der Adel - sorgten für seine Verhaftung. Zehn Jahre musste er auf der Festung Königstein schmachten, bevor er am 9. Oktober 1601 vor dem Stallhof in Dresden mit dem Schwert hingerichtet wurde.
An der Stelle seiner Hinrichtung auf dem Jüdenhof - etwa zehn Meter vor dem Türkenbrunnen in Richtung der Frauenkirche - erinnert ein in die Straße eingelassener und beschrifteter Stein an ihn.

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Quelle: Gunter Pirntke: Der Königstein und seine Gefangenen, 2014, Seiten 33 bis 35 sowie 37 (gekürzt)