Fürstenzug: Johann Georg I. (groß)

Fürstenzug: Johann Georg I. (klein)
Auszug aus dem Fürstenzug in Dresden im April 2020

Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen stirbt

Dresden, am 8. Oktober 1656


aus: Wikipedia vom 13. April 2020
Quelle: Wikipedia am 13. April 2020 (gekürzt)

aus: ´Das goldne Buch vom Vaterlande´, Löbau: Walde, 1859, Seite 149
Der 8. October 1656 rief den Kurfürsten aus dieser Zeitlichkeit ab. Sein
Erstgeborener und Nachfolger, Johann Georg II., erbte ein ungeheuer verschuldetes
Land. Der hingeschiedene Hans Georg wurde von seiner Gemahlin, 7 Kindern,
51 Enkeln und 19 Urenkeln überlebt. Mit ihm ging eine große, schwere Zeit zu
Grabe. Hans Georgs Testament bekundete für seine nachgeborenen Söhne eine
ungemeine väterliche Zärtlichkeit, die es aber nicht beachtete, daß jede Theilung eines
großen Ganzen üble Folgen hat. Herzog August, sein zweitgeborener Sohn,
Magdeburgs Administrator, erhielt Weißenfels mit noch 10 thüringschen Schlössern,
Städten und Aemtern (die sogenannten vier Magdeburgischen, im allgemeinen Frieden
Sachsen zugesprochen). Dadurch entstand die Sachsen-Weißenfelser Linie.

Der dritte Prinz, Christian, Administrator zu Merseburg, erhielt, außer Merse-
burg, die Niederlausitz, die Herrschaft Dobrilugk, das Amt Bitterfeld im Kurkreise,
das Amt Finserwalde im Meißnischen und die Aemter Zörbig und Delitzsch im
Leipziger Kreise. Dadurch entstand die Sachsen-Merseburger Linie.

Der vierte und jüngste Prinz, Moritz, ward Administrator des Stifts Naumburg
und residirte zu Zeitz. Laut Testament bekam er den Voigtländischen und Neustädter
Kreis, das Hennebergische und die thüringsche Herrschaft Lautenburg. Dadurch
entstand die Linie Sachsen-Zeitz. Zum Glück für Sachsen waren die durch Hans
Georgs Testament ihm zugefügten Nachtheile nur vorübergehend, weil die genannten
Linien bald erloschen. Sachsen-Zeitz starb 1718, die Merseburger 1738, die Weißen-
felser 1746 aus.

aus: "Das goldne Buch vom Vaterlande", Löbau: Walde, 1859, Seite 149