Umbenennung der 31. Volksschule in Hans-Schemm-Schule

am 14. Juni 1935


Lehrerkollegium der Hans-Schemm-Schule im Jahr 1938
Das Lehrerkollegium der Hans-Schemm-Schule im Jahr 1938 (Quelle: Dresdner Lehrerbuch 1938)

Anmerkungen: FL = Fachlehrer, GR = Gehaltsrechner, JW = Schuljugendwalter, KR = Konrektor, OL = Oberlehrer, R = Rektor, ZO = Zellenobmann

Der moderne Schulbau in der Junghansstraße 15 war die letzte architektonische Arbeit des Dresdner Stadtbaurats Hans Erlwein (1872 - 1914). Er wurde am 21. April 1914 eingeweiht und übernahm die Schüler der 31. Bezirksschule (ab 1919: 31. Volksschule). Die Schule war in einen Mädchen- und einen Jungentrakt geteilt und bot bis zu 50 Schulklassen Platz. 1935 erhielt die Schule den Namen der bayerischen Nazigröße Hans Schemm.
Während der DDR-Zeit beherbergte das große Schulhaus gleich zwei Schulen: die 5. Polytechnische Oberschule (POS) "Kurt Schlosser" und die 31. POS "Georgi Dimitroff". Seit 1992 ist das Gymnasium Dresden-Gruna (seit 2004: das "Hans-Erlwein-Gymnasium") Hausherr.
Hans Heinrich Georg Schremm (1891 - 1935) war bekennender und überzeugter Antidemokrat, Antisemit und Antikommunist. Bereits 1923 trat er der NSDAP bei, 1925 gründete er die NSDAP-Ortsgruppe Bayreuth. Seit 1928 gehörte er dem Bayerischen Landtag an. 1929 gründete er den National- sozialistischen Lehrerbund (NSLB). Seit 1930 war er Mitglied des Reichtstages, seit 1933 bayerischer Kultusminister. Am 5. März 1935 erlag er den schweren Verletzungen, die er bei einem Flugzeugabsturz erlitt.